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Mit Learning Personas zur individuellen Weiterbildung

Lernen

Mit Learning Personas zur individuellen Weiterbildung

In vielen Branchen herrscht ein Mangel an qualifizierten Mitarbeitern die in der Lage sind mit den neuen Tools und Arbeitsweisen der Digitalisierung ihr Unternehmen voranzubringen und mit innovativen Ideen zu unterstützen.

Auf Grund der hohen Nachfrage aus den unterschiedlichsten Zielgruppen, müssen auch Weiterbildungsangebote bedarfsspezifisch entwickelt werden und auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Teilnehmer zugeschnitten werden.

Die Learning Persona Methode

Wie bereits in unserem Beitrag zu den Business Personas erklärt, stehen auch die einzelnen Learning Personas für fiktive Stellvertreter einer bestimmten Zielgruppe. Sie bieten vor allem Orientierung bei der Konzipierung des Bildungsangebotes. Die Persona hilft dabei die Zielgruppe eines Angebotes genau kennen zu lernen, um Kurse und Materialien so kundenorientiert wie möglich zu entwickeln und am Ende eine hohe Usabilty zu erreichen.

Die richtige Zielgruppe finden und analysieren

Brainstorming

Wer könnten potentielle Teilnehmer sein?

Welche Lernziele, welche Motivation und welche Bedürfnisse haben die Teilnehmer?

Welche Inhalte und welchen Support wünschen sich die Teilnehmer?

Datenanalyse
Erst nach einer ausgiebigen Recherche und Datensammlung können spezifische Zielgruppen benannt werden. Es ist sinnvoll die potentielle Zielgruppe so genau wie möglich zu beschreiben, damit auch das Bildungsangebot passend ausgearbeitet werden kann. Bei einer zu breit gefassten Zielgruppe besteht die Gefahr der Entwicklung eines durchschnittlichen Programms / Kurses der keinen Teilnehmer konkret anspricht.
Anhand der gesammelten Daten werden die ersten Ergebnisse des Brainstormings angepasst bzw. detaillierter ausgearbeitet. Es ist wichtig, dass eine Persona auf dem Ergebnis von existierenden Daten und Analysen basiert. Das Brainstorming dient lediglich zur ersten Ideenfindung.

Auch ist es sinnvoll die Evaluationsergebnisse früherer Weiterbildungsangebote miteinzubeziehen und Interviews mit möglichen Teilnehmern zu führen. Je mehr Perspektiven und Datenquellen analysiert werden, desto präziser kann eine Learning Persona entwickelt werden.

Der Bau einer Learning Persona

Nach der Auswertung der Daten aus Interviews, Beobachtungen und Evaluationsergebnissen müssen die unterschiedlichen Datensätze kategorisiert werden. Potentielle Teilnehmer können anhand von verschiedenen Faktoren geclustert werden. Beispielsweise nach demographischen Angaben wie ihrem Alter, Wohnort oder Geschlecht. Oder nach Bildungskriterien wie Schulabschluss, Beruf oder Fachwissen. Eine weitere Möglichkeit ist die Aufteilung nach ihren Erwartungen und Anforderungen an das Weiterbildungsangebot z.B. in Bezug auf die Flexibilität oder die Finanzierungsmöglichkeiten.

Zu jeder Kategorie wird nun eine Learning Persona erstellt. Anhand ihrer Merkmale wird eine Kurzbiografie entwickelt, die stellvertretend für Ziele und Bedürfnisse der gesamten Zielgruppe steht. Jede Persona bekommt einen Namen, Alter, Geschlecht, Wohnort, Familienstand, einen Beruf und eigene Hobbys. In den meisten Fällen wird zur Veranschaulichung mit Fotos und einem passenden Zitat der Persona gearbeitet. Je realer und detaillierter die Biografie ausformuliert ist, desto einfacher ist es auf Basis der Persona Angebote zu entwickeln und sie passgenau auf die Zielgruppe zuzuschneiden.

Wir leben in disruptiven Zeiten: Unternehmen, Branchen und Berufsgruppen müssen sich flexibel anpassen. Auch die Learning Personas sollten deshalb regelmäßig an neue Erkenntnisse angepasst werden, damit auch das Bildungsangebot optimal ausgerichtet werden kann und eine hohe Usabilty bestehen bleibt.

pixxelbuddha @dribbble.com

Die Anzahl der Learning Personas ist abhängig von der Komplexität und Vielschichtigkeit des Angebots. Es ist nicht immer einfach mit wenigen Personas wirklich alle potentiellen Teilnehmer zu erfassen. Eine Möglichkeit ist es deshalb mit primären und sekundären Personas zu arbeiten.

Primäre Personas stehen für die Hauptzielgruppe. Als Faustregel kreiert man hier maximal fünf verschiedene Charaktäre, deren Bedürfnisse ausschlaggebend sind für das Weiterbildungsangebot. Sekundäre Personas hingegen repräsentieren sog. Rand- und Nischenzielgruppen und können für den weiteren Ausbau der Programme genutzt werden.

Einsatz der Learning Personas

Nach der Entwicklung der Profile wird das Weiterbildungsprogramm aus der Sicht der einzelnen Personas geprüft. In der Anwendungsphase wird der gesamte Prozess unter Berücksichtigung der Bedürfnisse, der Vorkenntnisse und der Erwartungen des potentiellen Teilnehmers durchlaufen. So können die Stärken und Schwächen des Angebots vor der Markteinführung entdeckt werden und die Usability wird auf den Prüfstand gestellt.

Nach dem Durchlauf können die unterschiedlichen Aspekte der Weiterbildungsmöglichkeiten anhand ihrer Funktionalität oder ihres Wertes für die einzelnen Personas priorisiert werden. Auch der Wert der einzelnen Personas wird nun sichtbar und kann zu weiteren Anpassungen führen.
Es besteht außerdem die Möglichkeit unter den Primären Personas den Charakteren auf Grund ihrer Zielgruppengröße eine unterschiedliche Gewichtigung zuzuschreiben.

Neben der intensiven Recherche, Datenanalyse und dem gewissenhaften Erstellen der fiktiven Charaktere ist auch die Fähigkeit sich in ander Personen hineinversetzen zu können ein wichtiger Baustein für die Erstellung von hilfreichen Learning Personas. Nur unter Berücksichtigung aller soeben genannten Steps kann die Methode dazu beitragen ein Weiterbildungsangebot optimal auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten möglicher Teilnehmer auszurichten. Des Weiteren ermöglichen gut ausgearbeitete Learning Personas eine ständige Reflexion und können auf Grund von neuen Erkenntnissen angepasst werden, so dass sich die aufwendige Planung und der Ausbau der Charaktere nachhaltig lohnen wird.