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Führungskräfte: Fähigkeiten der Zukunft

Digital Leadership

Führungskräfte: Fähigkeiten der Zukunft

Der digitale Wandel transformiert ganze Branchen und stellt damit besonders die Führungskräfte vor viele neue Herausforderungen. Klassische Hierarchien gehören der Vergangenheit an, Verantwortungen werden neu verteilt und Innovationen in jedem Maß gefördert. Welche Aufgaben und Fähigkeiten aber werden von modernen Führungskräften erwartet?

Digitale Führungskräfte müssen in der Lage sein die Strukturen im Sinne des Unternehmens auf die neue Komplexität der Digitalisierung anzupassen. Als wichtigste Voraussetzung sollten die Leader selbst hinter der Sinnhaftigkeit des digitalen Wandels und seinen Vorteilen stehen.

Was sind die Vorteile der Digitalisierung?

Bevor wir über die Folgen und notwendigen Rahmenbedingung der Digitalisierung sprechen, lassen Sie uns noch einmal die Vorteile der digitalen Transformation aufzeigen:

  • Die Automatisierung digitaler Abläufe und somit weniger manueller Eingriffe und Abstimmungen führt zu sinkenden Prozesskosten.
  • Durch den geringeren Kommunikationsaufwand steigt die Reaktionsfähigkeit der Unternehmen auf Veränderungen am Markt.
  • Der Kunde rückt in den Fokus – Unternehmen setzen sich, um sich zu positionieren, stärker mit ihren Zielgruppen auseinander.
  • Die Digitalisierung eröffnet neue Märkte – beispielsweise im Dienstleistungs- oder Datensektor. Die erhöhte Speicherung an Daten führt zu mehr Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
  • Die Produktqualität steigt durch den Ausbau an Kontroll- und Messinstrumenten.

Die digitale Transformation ist ein Prozess der in einigen Branchen alles auf den Kopf stellt, revolutioniert und neu ordnet. Damit dies überhaupt möglich ist und der ständige Wandel im Unternehmen nicht an Dynamik verliert, benötigt die gesamte Organisation neue Strukturen, neue Führungsstile und kompetente Digital Leader.

Die Aufgaben und Fähigkeiten eines Digital Leaders

Eine Vorbildfunktion einnehmen

Noch stammen erst wenige Führungskräfte aus der Generation der Digital Natives, um die Vorteile der Umstellung dennoch glaubhaft hervorzuheben, sollte auch die Führungsebene ihre digitales Know-How stetig erweitern.
Schließlich ändert sich der gesamte Arbeitsalltag inklusive neuer Tools, Plattformen, Arbeitsweisen und Methoden.

Sie sollten es sich außerdem als Ziel setzen Ihre Kollegen und Mitarbeiter für die neuen Veränderungen zu begeistern und zu möglichst hoher Produktivität anzuspornen. Handeln Sie hierfür transparent und zeigen Sie, dass Sie von der Einführung der neuen Software überzeugt sind oder weshalb ein altbewährter Prozess dringend hinterfragt werden sollte. Motivieren Sie auch die Teams dazu eigene Lösungsansätze zu entwickeln und ihr kreatives Potential auszuschöpfen.

Sie fungieren fortan als Vorbild, als Vorbild für eine Mitarbeiterschaft zusammengesetzt aus unterschiedlichen Generationen, mit unterschiedlichen Werdegängen und Wertvorstellungen. Um sich erfolgreich als Role Model im Unternehmen zu etablieren sollte eine gewisse Basis an Vertrauen und Wertschätzung Ihnen gegenüber bestehen. Der erste Schritt in die richtige Richtung ist der Einriss der Hierarchieebenen, die Begegnung auf Augenhöhe mit allen Mitarbeitern und Kollegen. Auch das zur Verfügung stehen bei Fragen und Problemen jeglicher Art hilft dabei gegenseitiges Vertrauen aufzubauen.

Delegieren und Antreiben

Um die digitale Transformation nachhaltig einzuführen, sollte sich jeder Einzelne mit der neuen Unternehmenskultur auseinandersetzen. Als Digital Leader treiben Sie den komplexen Change Prozess voran, in dem Sie agile Arbeitsweisen einführen und in den Teams ein höheres Maß an Flexibilität und Kreativität zulassen, damit alle Mitarbeiter sich mit den neuen Werten identifizieren und den Wandel aus eigenem Antrieb heraus vorantreiben.

Viele Entscheidungsprozesse finden jetzt in den Abteilungen statt, weshalb Sie als Führungskraft Ihre Verantwortung zu großen Teilen an die einzelnen Teams übertragen. Alles ist miteinander vernetzt, Ihre Aufgabe besteht weiterhin dadrin auf die Rahmenbedingungen zu achten und die Ziele im Blick zu haben, so dass die Mitarbeiter zwar über eine hohe Entscheidungsfreiheit verfügen, Sie aber den ganzheitlichen Prozess lenken und in der Lage sind auf die dynamische Umwelt der Organisation reagieren zu können. Ihre Hauptaufgaben werden Sie in der Koordination, Kontrolle, Entwicklung und im Teammanagement wiederfinden.

Denn auch die Märkte ändern sich radikal. Immer mehr disruptive Geschäftsmodelle sind erfolgreich, weshalb Sie stets nach neuen Geschäftsfeldern Ausschau halten sollten, um das Portfolio Ihres Unternehmens zu erweitern.
Als Führungskraft müssen Sie entscheiden welche Strategien und Techniken für den Betrieb relevant sind, um mit der Geschwindigkeit der Produktionszyklen mitzuhalten und gleichzeitig neue Trends identifizieren zu können.

Innovationen fördern und Lernanreize schaffen

Auf Grund der immer kürzer werdenden Produktionszyklen, muss vor allem das innovative Denken gefördert werden. Dies kann durch die Gestaltung dezentraler und zeitlich flexibler Teams, die größtenteils für sich selbst verantwortlich sind, geschehen.

Um den Innovationsansprüchen der digitalen Welt gerecht zu werden, sollten Sie als Digital Leader einen Blick für die Kompetenzen Ihrer Kollegen und Mitarbeiter haben. Die Leistungsfähigkeit einer Organisation ist stärker denn je abhängig von ihrem Humankapital und dessen Innovationskraft. Um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und die Fähigkeiten der Mitarbeiter zu fördern, sollten ihnen deshalb Räume und Anreize zur stetigen Weiterbildung im Sinne des lebenslangen Lernens geboten werden.

Bereits in einigen Bereichen wie Datenauswertung und Programmierung fehlt es an talentierten Kräften. Es ist deshalb wichtig kompetente Mitarbeiter an sich zu binden, ihnen Weiterbildungsmöglichkeiten anzubieten, ihre Mitsprache zu fördern und die eigene Fehler- und Feedbackkultur auszuweiten.

Einführung des Digital Leadership

Die Anforderungen an Führungskräfte sind natürlich abhängig vom digitalen Reifegrad des Unternehmens. Denn es besteht ein Unterschied, ob ein Unternehmen als Start-Up sich direkt in der digitalen Welt aufbaut, ob es bestehende Unternehmensprozesse transformieren muss oder bereits in der Digitalisierung angelangt ist.

Dass der digitale Wandel seinen Soll fordert ist nahezu jedem Unternehmen bewusst. Viele jedoch beweisen nicht ausreichend Durchhaltevermögen, um den Change nachhaltig und ganzheitliche durchzuführen. Dies liegt häufig auch an der Unsicherheit der Führungskräfte. Für viele sind die Methoden und Konzepte des Digitalisierungsdschungels nicht transparent genug, nicht wirklich nachvollziehbar.

Häufig werden neue Tools eingeführt oder Arbeitsweisen ausprobiert, aber selten von Grund auf mit einer gesamten Umstrukturierung des Unternehmens begonnen. Auch die Branche spielt hierbei eine führende Rolle: So haben IT-Unternehmen grundsätzlich ein großes und ganzheitliches Interesse, während Finanzdienstleister sich deutlich seltener mit dem digitalen Wandel auseinander setzen.

Die größten Erfolgschancen für einen ganheitlichen Wandel im Unternehmen, bestehen deshalb wenn er von unten aus initiiert wird. Wenn Mitarbeiter mehr Freiräume und ein größeres Weiterbildungsangebot einfordern, kann dies der richtige Antsoß sein, um auch die Führungsebene wachzurütteln und mithilfe einer vielzahl von Unterstützen das gesamte Mindset im Unternehmen neu zu erfinden.

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